# Datenschutz bei KI-Werkzeugen

Auch: Datenschutz, DSGVO und KI, personenbezogene Daten

> Datenschutz bei KI-Werkzeugen heißt: Personenbezogene Daten gibst du nur in Werkzeuge ein, die dafür freigegeben sind, und nur so viel wie nötig.

Sobald ein Text Namen, Kontaktdaten, Kundennummern oder Angaben über Beschäftigte enthält, geht es um personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO. Wer solche Daten in ein KI-Werkzeug eingibt, übermittelt sie an den Anbieter. Ob das zulässig ist, hängt davon ab, welches Werkzeug dein Unternehmen freigegeben hat und welche Vereinbarungen mit dem Anbieter bestehen. Das entscheidest nicht du allein, sondern die Regeln deines Hauses.

Für den Alltag hilft eine einfache Gewohnheit: Namen und Kennungen durch Platzhalter ersetzen, bevor du Text einfügst. Die Aufgabe bleibt meist genauso lösbar. Dieser Eintrag ist eine Arbeitshilfe, keine Rechtsberatung; im Zweifel fragst du die Datenschutzbeauftragten.

## Beispiel aus dem Arbeitsalltag

Du willst eine Beschwerde-Mail beantworten lassen. Statt die Mail mit Name, Adresse und Bestellnummer einzufügen, ersetzt du sie durch [Kundin], [Adresse] und [Bestellnummer]. Den fertigen Entwurf ergänzt du in deinem Mailprogramm mit den echten Angaben.

## Häufiges Missverständnis

„Wenn ich den Chatverlauf danach lösche, ist es datenschutzrechtlich egal.“ Die Übermittlung an den Anbieter ist in dem Moment passiert, in dem du auf Senden drückst. Entscheidend ist, was du eingibst, nicht was du danach löschst.

## So benutzt du den Begriff

„Ist unser KI-Werkzeug für personenbezogene Daten freigegeben? Sonst ersetze ich die Namen durch Platzhalter.“

„Aus Datenschutzgründen geben wir Bewerbungsunterlagen nicht in das private Werkzeug ein.“

## In diesen Lektionen
- [Vertraulichkeit und Daten](/kurs/lesson-vertraulichkeit-und-daten/md)
- [Sicher neu formulieren](/kurs/uebung-sicher-neu-formulieren/md)

## Verwandte Begriffe
- [Bias](/glossar/bias/md)
- [Konnektor](/glossar/konnektor/md)
- [Vertraulichkeit](/glossar/vertraulichkeit/md)
