# Kosten pro Token

Auch: Tokenpreis, Nutzungskosten

> Kosten pro Token sind der Preis, den ein Anbieter für jedes gelesene und geschriebene Token berechnet; lange Eingaben und Antworten kosten mehr.

Wer KI über eine Schnittstelle oder einen nutzungsbasierten Tarif einsetzt, zahlt nach Tokens. Meist ist das Schreiben teurer als das Lesen, und größere Modelle kosten mehr als kleinere. Bei einer Pauschale im Chat-Werkzeug siehst du die Kosten nicht direkt, dafür greifen dort Nutzungsgrenzen.

Für den Alltag reicht die Größenordnung: Ein einzelner Entwurf kostet wenig. Teuer wird es, wenn ein automatisierter Ablauf bei jedem Durchgang ganze Dokumente mitschickt, hundertmal am Tag.

## Beispiel aus dem Arbeitsalltag

Ein Team plant, jede eingehende Support-Mail automatisch mit dem ganzen Produkthandbuch zu beantworten. Der Probelauf zeigt: Das Handbuch ist bei jeder Mail der größte Kostenblock. Mit Retrieval, also nur den passenden Abschnitten, sinken die Kosten und die Antworten werden genauer.

## Häufiges Missverständnis

„Kosten pro Token betreffen nur die Entwicklung.“ Sobald eine Aufgabe regelmäßig und automatisch läuft, sind die Tokens ein laufender Posten, den jemand im Budget verantwortet.

## So benutzt du den Begriff

„Bevor wir das automatisieren, rechnen wir die Kosten pro Token für einen typischen Durchgang.“

„Das ganze Handbuch mitzuschicken ist bei diesen Kosten pro Token nicht sinnvoll.“

## In diesen Lektionen
- [Welches Modell für welche Aufgabe](/kurs/lesson-welches-modell/md)

## Verwandte Begriffe
- [Inferenz](/glossar/inferenz/md)
- [Kontextfenster](/glossar/kontextfenster/md)
- [Thinking-Modus](/glossar/thinking-modus/md)
- [Token](/glossar/token/md)
