# Mensch in der Schleife

Auch: Human in the Loop, menschliche Freigabe

> Mensch in der Schleife heißt, dass an festgelegten Stellen eines KI-gestützten Ablaufs eine Person prüft und entscheidet, bevor etwas wirksam wird.

KI kann vorbereiten, sortieren und entwerfen. Die Verantwortung für das, was daraus folgt, bleibt bei Menschen. „Mensch in der Schleife“ beschreibt, wo genau diese Verantwortung im Ablauf sitzt: Wer schaut sich das Ergebnis an, bevor es verschickt, veröffentlicht oder entschieden wird?

Wie eng die Schleife sein muss, hängt von den Folgen ab. Ein interner Entwurf braucht einen kurzen Blick, eine Zusage an eine Kundin oder eine Entscheidung über eine Person braucht eine echte Prüfung durch jemanden, der zuständig ist und sich auskennt.

## Beispiel aus dem Arbeitsalltag

Ein Workflow formuliert Antworten auf Standardanfragen. Kulanzzusagen und Rückerstattungen darf er nur vorschlagen: Diese Entwürfe landen in einem Ordner, den die Teamleitung täglich freigibt. Alles andere geht nach einer Stichprobe direkt raus.

## Häufiges Missverständnis

„Ein kurzer Klick auf ‚Freigeben‘ ist genug Kontrolle.“ Wer ohne Zeit und ohne Kriterien freigibt, bestätigt nur. Eine Schleife wirkt erst, wenn die Person weiß, worauf sie achtet, und auch Nein sagen kann.

## So benutzt du den Begriff

„Bei Zusagen an Kunden bleibt ein Mensch in der Schleife, die KI entwirft nur.“

„Wer ist in dieser Schleife zuständig, wenn die Teamleitung im Urlaub ist?“

## In diesen Lektionen
- [Wer entscheidet](/kurs/lesson-entscheidungshoheit/md)
- [Folgen und Umkehrbarkeit](/kurs/lesson-folgen-und-umkehrbarkeit/md)

## Verwandte Begriffe
- [Agent](/glossar/agent/md)
- [Berechtigung und Sandbox](/glossar/berechtigung/md)
- [Bias](/glossar/bias/md)
- [Prompt Injection](/glossar/prompt-injection/md)
- [Workflow](/glossar/workflow/md)
