# Quellenangabe

Auch: Quellenverweis, Beleg

> Eine Quellenangabe verweist darauf, woher eine Aussage stammt, damit jemand sie nachprüfen kann; bei KI-Ergebnissen musst du sie selbst prüfen.

Viele Werkzeuge liefern auf Wunsch Quellen mit, manche verlinken Webseiten oder Stellen in hochgeladenen Dokumenten. Das hilft beim Prüfen. Eine Quellenangabe eines Modells ist aber zunächst eine weitere Behauptung: Die Seite kann nicht existieren, oder sie sagt etwas anderes als behauptet.

Am verlässlichsten sind Quellenangaben, wenn du das Material selbst mitgibst und verlangst, dass jede Aussage auf eine Stelle darin verweist. Dann kannst du jede Angabe in Sekunden nachschlagen.

## Beispiel aus dem Arbeitsalltag

Du lässt ein Positionspapier aus drei Studien zusammenfassen und verlangst zu jeder Aussage „Studie, Seite“. Beim Nachschlagen stellt sich heraus: Eine Seitenangabe passt nicht, die Aussage stammt aus der Einleitung einer anderen Studie. Du korrigierst den Verweis.

## Häufiges Missverständnis

„Wenn eine Quelle dabeisteht, stimmt die Aussage.“ Erfundene Literaturangaben sind eine bekannte Form der Halluzination. Eine Quelle ist erst ein Beleg, wenn du sie geöffnet hast.

## So benutzt du den Begriff

„Schreib zu jeder Zahl die Quellenangabe dazu, Dokument und Abschnitt.“

„Die Quellenangabe führt ins Leere, die Aussage streichen wir.“

## In diesen Lektionen
- [Behauptungen bis zur Quelle](/kurs/lesson-behauptungen-und-quellen/md)

## Verwandte Begriffe
- [Faktenprüfung](/glossar/faktenpruefung/md)
- [Halluzination](/glossar/halluzination/md)
- [Primär- und Sekundärquelle](/glossar/primaerquelle/md)
- [Zusammenfassung](/glossar/zusammenfassung/md)
