# Rückfragen-Modus

Auch: Grilling, Interview-Technik, Rückfragen zuerst

> Im Rückfragen-Modus bittest du das Modell, dir vor der Antwort Fragen zu stellen, eine nach der anderen, bis Ziel und Rahmen klar sind, statt sofort zu raten.

Bei vagen Aufgaben rät ein Modell, was du meinst, und liefert oft etwas Glattes, das am Ziel vorbeigeht. Im Rückfragen-Modus drehst du das um: „Stelle mir Fragen, eine nach der anderen, bis du die Aufgabe sicher verstehst. Erst dann schreibst du.“ Das Modell fragt nach Zielgruppe, Zweck, Rahmen und Ausschlüssen und legt sich erst fest, wenn nichts Wichtiges offen ist.

Das kostet ein paar Minuten und spart die Schleifen danach. Es zwingt zudem dich, Erfolgskriterien auszusprechen, die du vorher nur im Kopf hattest.

## Beispiel aus dem Arbeitsalltag

Du sollst ein Konzept für ein Teamevent schreiben. Statt sofort zu schreiben, fragt das Modell nach Budget, Gruppengröße, Ort und Dingen, die nicht gehen sollen. Aus deinen Antworten entsteht ein Entwurf, der beim ersten Mal passt.

## Häufiges Missverständnis

„Je mehr Fragen, desto besser.“ Gut sind wenige, gezielte Fragen, jeweils eine auf einmal. Endlose Fragelisten ermüden, und du solltest das Modell bremsen dürfen: „Du hast genug, schreib jetzt.“

## So benutzt du den Begriff

„Frag mich zuerst, was du wissen musst, bevor du anfängst.“

„Eine Frage nach der anderen, und sag mir, wenn du genug hast.“

## In diesen Lektionen
- [Was alles zum Prompt gehört](/kurs/lesson-was-zum-prompt-gehoert/md)
- [Große Aufgaben zerlegen](/kurs/lesson-grosse-aufgaben-zerlegen/md)

## Verwandte Begriffe
- [Erfolgskriterien](/glossar/erfolgskriterien/md)
- [Kontext](/glossar/kontext/md)
- [Prompt](/glossar/prompt/md)
