# Zero-Shot

Auch: Zero-Shot-Prompt, Prompt ohne Beispiel

> Zero-Shot heißt, dass du einem Sprachmodell eine Aufgabe nur beschreibst, ohne ein Beispiel für das gewünschte Ergebnis mitzugeben.

Die meisten Prompts sind Zero-Shot: Du beschreibst, was du willst, und das Modell setzt es um. Das funktioniert gut, wenn die Textsorte bekannt ist, etwa eine Absage, ein Protokoll oder eine Zusammenfassung, und deine Erfolgskriterien klar sind.

Stößt eine Beschreibung an Grenzen, weil ein Hausstil schwer in Worte zu fassen ist, ist ein Beispiel oft der schnellere Weg. Zero-Shot und Few-Shot sind also keine Schulen, sondern zwei Werkzeuge für unterschiedliche Lagen.

## Beispiel aus dem Arbeitsalltag

Für eine interne Einladung zu einem Workshop reicht die Beschreibung: Anlass, Datum, Ort, Anmeldeschluss, höchstens sechs Sätze. Für die Pressemitteilung im Hausstil gibst du dagegen eine frühere Mitteilung als Muster mit.

## Häufiges Missverständnis

„Zero-Shot ist die schlechtere Variante.“ Ohne Beispiel bleibt das Modell freier und kopiert keinen Inhalt. Für viele Alltagsaufgaben ist das genau richtig.

## So benutzt du den Begriff

„Das klappt auch Zero-Shot, das Format ist Standard.“

„Zero-Shot trifft unseren Ton nicht, ich hänge eine alte Mail als Beispiel an.“

## In diesen Lektionen
- [Grenzen und Beispiele](/kurs/lesson-grenzen-setzen/md)

## Verwandte Begriffe
- [Ausgabeformat](/glossar/ausgabeformat/md)
- [Few-Shot-Beispiel](/glossar/few-shot-beispiel/md)
